-Krallenfürst, der Sohn Wildmähnes, dem Umgezähmten, Vater aller Löwen, aber hörte in der Wildnis von dem Hohn, als sie da sangen: „Gesichtertanz, Gesichtertanz, bist viel grösser als die Tiere des Waldes, gibst uns die Macht über die Lebewesen.“ So pirschte er sich heran und zerkratze ihm das Gesicht, so dass man es nicht mehr erkennen konnte. Die Dorfbewohner flohen in Angst. Doch der Schamane schnitzte dem Gesichtslosen viele Masken, welche er von da an tragen sollte. Und man nannte ihn seither Maskentanz. Es kam aber der Tag, an dem Maskentanz mit einer Löwenmaske auszog und sich unter das Rudel des Krallenfürsts schlich. Dort hielt er sich solange bedeckt, bis dieser einschlief, so dass er ihm die Krallen abschnitt. Die Krallen aber brachte er dem Dorf. Seither tragen die Dorfbewohner Löwenkrallen als Schmuck, zur Erinnerung an die Bezähmung des Wilden Tiers durch den Gott Maskentanz. Und über die Jahrhunderte wurde der beliebteste Gott in ganz Sichtreich, und wohin er kam, zog er neue Masken an, welche die Menschen ihm schnitzten. Einige waren furchteinflössend, einige Nachdenklich, einige Stolz und wieder andere verbreiteten Freude, -
Gottwerk, Fragment